Wachtelküken Aufzucht

Was braucht man für die Kükenaufzucht?

  • Kükenheim (kleiner Käfig oder Plastikkiste)
  • Wärmelampe oder Wärmeplatte
  • Wasserspender (zu beginn reicht der Deckel eines Marmeladenglases damit das Küken nicht ertrinkt)
  • Futterspender
  • Wachtelkükenfutter, Blaumohn, Oregano
  • Küchenrolle

1. Vorbereitung ist das wichtigste

Die Küken sind noch im Ei? Dann ist es jetzt der passende Zeitpunkt um die Aufzuchtbox vorzubereiten. Sie sollte leicht zu reinigen sein, Zugluft sollte vermieden werden und sie sollte genügend Platz für die Küken bieten. Als Boden eignet sich Küchenpapier oder rutschfeste Unterlage. Warum kein Einstreu? Die Küken müssen erst lernen zu essen und picken besser auf Krepp, zudem können sich Spreizbeine entwickeln wenn der Boden zu wenig grip hat und er zu rutschig ist. Streu ist zudem viel zu staubig. Nach ein paar Tagen kann man jedoch auf Buchenhack wechseln.

Wichtig ist eine Wärmequelle, meist in Form einer Wärmelampe oder Heizplatte. Unter der Wärmequelle sollten etwa 37–38 °C herrschen. Wärmelampen sollten bitte keine Lichtquelle darstellen. Das stört die Küken im Tag/Nachtrythmus und ist schlecht für die Augen. Anstatt Rotlich lieber eine Keramikbirne verwenden. Mit jeder Lebenswoche kann die Temperatur schrittweise um ca. 2–3 °C gesenkt werden. Die Küken zeigen durch ihr Verhalten, ob sie sich wohlfühlen:

  • drängen sie sich direkt unter die Lampe → zu kalt
  • meiden sie die Wärmequelle → zu warm
  • verteilen sie sich gleichmäßig → ideal

2. Essen und trinken

Wachtelküken wachsen sehr schnell und brauchen dafür gutes Futter. Am besten geeignet ist ein spezielles Wachtelkükenfutter. Bitte kein normales Wachtelfutter oder sogar Hühnerfutter. Wir brauchen für die Küken in der ersten Zeit einen hohen Proteingehalt. Ich reiche zudem für die Verdauung und Entwicklung noch Blaumohn und Oregano.

Wasser muss jederzeit zur Verfügung stehen. Wichtig dabei ist jedoch Küken können leicht ertrinken! Daher sind flache Tränken oder Deckel von Schraubgläsern in den ersten Tagen empfehlenswert. Zudem biete ich ab Beginn auch eine Nippeltränke an. Man glaubt nicht wie schnell die Küken lernen daraus zu trinken.

3. Sauberkeit im Kükenheim

Die Küken sind anfangs empfindlich. Viele Küken sterben bei falscher Haltung in den ersten 3 Tagen. Wenn du drauf achtest das sie keinen Durchzug haben und der Stall und die Futter und Trinkenstellen nicht mit Kot beschmiert sind dann hast du schon alles in deiner Macht getan um dies zu verhindern.

4. was noch wichtig ist

Wachteln leben gern in Gruppen und sollten niemals alleine aufgezogen oder gehalten werden. Eine kleine Gruppe von min. 5–6 Küken ist super, damit sie artgerechtes Sozialverhalten entwickeln können.

5. Und dann??

Mit 5–6 Wochen sind Wachteln schon erwachsen und geschlechtsreif. Nun können Sie spätestens nach draußen. Wichtig ist das Sie nicht mehr nackt sind da sie dann logischerweise sehr kälteempfindlich wären. Vielleicht könnt ihr den Stall tagsüber schonmal rausstellen damit sie sich an Geräusche, Eindrücke und Temperatur gewöhnen können.

Fazit und das ist WICHTIG!!

Du solltest dir im klaren sein das wenn du 20 Eier ausbrütest es auch sein kann das 20 Küken schlüpfen. Meine Erfahrung zeigt dann auch das 50-60% davon Hähne sein können. Überlege dir vorher was du mir 10 Hähnen anstellen willst. Denn soviel ist leider auch klar. Hähne können nur sehr selten in Gruppen gehalten werden weil sie anfangen zu kämpfen was teils blutig ausgehen kann.
Wenn du mit dem Thema klar bist und alles geklärt hast dann steht einer Kükenaufzucht nichts im Wege. Viel Spaß mit deinen Flauschies. Und falls noch Fragen sind hinterlasse mir gern einen Kommentar.

Mona

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